HOLZ: Nur mit Vertrag schlägern
(BZ Nr. 52-53 vom 24. Dezember 2009) – Aktuelle Berichte zur Wirtschaftslage bestätigen die Erholung der Konjunktur in der zweiten Jahreshälfte 2009.
Fast alle Wirtschaftszweige, auch die Bauwirtschaft, konnten eine Verlangsamung des Abwärtstrends, teileweise sogar moderates Wachstum gegenüber der ersten Jahreshälfte verzeichnen. Die Prognosen für 2010 gehen weiter von einem nur geringen Wachstum aus.Nadelsägerundholz stabil
Die Preise für Nadelsägerundholz sind gegenüber dem Vormonat stabil. Die Nachfrage ist derzeit bei eher niedrigen Lagerständen der Sägewerke vor allem bei kleineren Sägewerken noch rege. Das Rundholz fließt allgemein zügig ab. Die angespannte Situation auf den Schnittholzmärkten bewirkt bei der Sägeindustrie eine gewisse Zurückhaltung bei Vertragsabschlüssen für das erste Quartal 2010. Zur Entlastung der Märkte beabsichtigen einzelne Sägewerke Weihnachtsurlaube und Revisionsstillstände länger als üblich auszudehnen.
Die Absatzmöglichkeiten für Nadelsägerundholz sollten genutzt und konkreter Nachfrage rasch entsprochen werden. Bei Verkäufen sollte weiterhin höchstes Augenmerk auf Zahlungssicherheit und usancenkonforme Übernahme im Sägewerk gelegt werden. Keinesfalls sollte Holz ohne Verträge produziert werden.
Probleme bei Laubholz
Die Nachfrage nach Laubsägerundholz durchschnittlicher Qualität ist unverändert schlecht. Die Preise für weiße Buche befinden sich annähernd auf Brennholzniveau.
Rotkernige Buche wird zu niedrigen Vorjahrespreisen abgesetzt. Für die Wertholzsubmissionen der Waldverbände Ende Jänner 2010 werden geringere Mengen als im Vorjahr bei gleichzeitig besserer Qualität erwartet. Industrieholz wird zu stabilen Preisen laufend übernommen, das Rundholz fließt zügig ab. Die Nachfrage nach Schleifholz ist anhaltend hoch, die Preise stabil. Der Absatz von Buchenfaserholz läuft problemlos und bietet so wie das Energieholz derzeit ein Ventil für Nutzungen im Laubholzbereich. Alle Energieholzsortimente sind weiter gut nachgefragt. Neu in Betrieb gegangene Heizwerke und der laufende Bedarf sorgen für stabile Preise. Alle Brennholzsortimente sind ebenfalls sehr gut absetzbar, die gestiegene Nachfrage führt regional zu leichten Preissteigerungen.
Landwirtschaftskammer Österreich
24.12.2009, Österr. Bauernzeitung


