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HOLZ: Ausgeglichen bis aufnahmefähig

(BZ Nr. 26 vom 25. Juni 2009) – Auf dem Holzmarkt zeichnen sich Stabilisierungstendenzen auf niedrigem Niveau ab.

In Österreich und anderen wichtigen europäischen Erzeugerländern wurde die Schnittholzproduktion in den ersten vier Monaten 2009 deutlich gesenkt. Die österreichische Sägeindustrie konnte sowohl Schnitt- als auch Rundholzlager reduzieren. Der Schnittholzmarkt kommt mengenmäßig und preislich zunehmend wieder ins Gleichgewicht, wobei jedoch der Bedarf weiter deutlich hinter den Mengen der Vorjahre zurückbleibt.
Kalamitätsholz nach Gewitterstürmen
Die Nachfrage nach Nadelsägerundholz ist in Abhängigkeit von der aktuellen, betriebsspezifischen Versorgung unterschiedlich und reicht von verhalten/abwartend bis leicht steigend. Das bei den Gewitterstürmen der vergangenen Wochen vor allem im Süden Österreichs angefallene Kalamitätsholz trifft auf einen grundsätzlich wieder aufnahmefähigen Markt. Allgemein fließt vertragskonform bereitgestelltes Rundholz zügig ab, die Preise haben sich auf niedrigem Niveau gefestigt.
Konkreter Nachfrage nach Frischholz, die auch den wirtschaftlichen Notwendigkeiten der Forstwirtschaft entspricht, sollte entsprochen werden, auch deshalb, um die Importe weiter zu reduzieren. Bei Verkäufen sollte weiterhin höchstes Augenmerk auf Zahlungssicherheit und usancenkonforme Übernahme am Sägewerk gelegt werden.
Der deutlich reduzierte Bedarf der Papier- und Plattenindustrie an Nadelindustrieholz und das geringere Angebot führen zu einem ausgeglichenen Markt. Der noch immer unterdurchschnittliche Anfall an Sägerestholz und der anhaltende Bedarf an Energieholz stabilisieren den Rundholzmarkt zusätzlich. Das erzeugte Rundholz fließt zu gleichbleibenden Preisen rasch ab.
Durch den Aufbau der Lager für die kommende Heizsaison und den laufenden Bedarf der Großabnehmer sind alle Energieholzsortimente weiterhin stark nachgefragt. Teilweise fließt auch noch Faserholz aller Holzarten in diesen Bereich ab.
Achtung auf Befall mit Borkenkäfer
Frisch vom Borkenkäfer befallene Bäume und Sturmholz sollten vordringlich aufgearbeitet werden. Vor allem in den Windwurfgebieten der vergangenen beiden Jahre ist höchstes Augenmerk auf frischen Stehendbefall zu legen. Befallenes Holz ist eiligst aufzuarbeiten und umgehend aus dem Wald abzutransportieren.

Landwirtschaftskammer Österreich

Holzpreisentwicklung seit 2007
Foto: BZ/FG

25.06.2009, Österr. Bauernzeitung