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HOLZ: Schwache Nachfrage

(BZ Nr. 51-52 vom 18. Dezember 2008) – Wirtschaftsexperten rechnen mit einer länger dauernden Rezession in den wichtigen Wirtschaftsräumen. Bei langlebigen Konsumgütern – dazu zählen auch Produkte mit hohem Holzanteil – wird gespart. 

Von den zur Stabilisierung der Wirtschaft von zahlreichen Staaten beschlossenen Konjunkturpaketen können aber auch für die Bauwirtschaft und damit für den Holzabsatz positive Impulse ausgehen.
Sägeindustrie will die Produktion drosseln
Die Sägeindustrie in Österreich hat angekündigt, die Schnittholzproduktion wegen des schlechten Absatzes bei Schnittholz weiter zu drosseln. Betriebsferien und Revisionsstillstände werden deutlich länger als üblich ausfallen.
Mit Vertragsabschlüssen für das erste Quartal 2009 verhält sich die Sägeindustrie sehr zurückhaltend. Es ist daher in den kommenden Wochen keine Belebung der Nachfrage nach Nadelsägerundholz zu erwarten. Die Sägewerke sind unterschiedlich mit Sägerundholz bevorratet. Trotz leichter Preisverbesserungen in Niederösterreich ist dort und im Burgenland das in anderen Teilen Österreichs herrschende, stabile Preisniveau noch nicht erreicht. Ergiebige Schneefälle haben regional Holzeinschlag und -abtransport zum Erliegen gebracht.
Auch die Nachfrage nach Laubsägerundholz ist schlecht und vor allem bei Rotbuche äußerst verhalten. Als Nischensortiment sind nur kernige Buche und Esche absetzbar. Auch bei Eiche bleibt die Nachfrage hinter den Erwartungen zurück. Pappel guter Qualität wird weiter stark nachgefragt. Buntlaubholz wird in Niederösterreich, Oberösterreich und der Steiermark primär für die Laubholzsubmissionen im Jänner erzeugt.
Bei Schleifholz Entspannung in Sicht
Der Faserholzmarkt ist weiterhin gesättigt. Die mit Windwurfholz gefüllten Lager müssen erst aufgelöst werden. Beim Schleifholz zeichnet sich eine gewisse Entspannung im ersten Quartal 2009 ab.
Energieholz ist derzeit der stabilste Faktor auf dem Holzmarkt, der Absatz läuft kontinuierlich. Brennholz ist sehr gut absetzbar. Der geringere Anfall an Sägenebenprodukten führt bei einzelnen Großabnehmern zu einem größeren Bedarf an Waldhackgut.
Konkreter, den wirtschaftlichen Notwendigkeiten der Forstwirtschaft entsprechenden Nachfrage nach Frischholz sollte entsprochen werden. Bei Verkäufen ist höchstes Augenmerk auf Zahlungssicherheit und usancenkonforme Rundholzübernahme zu legen.

Landwirtschaftskammer  Österreich

Holzpreisentwicklung seit 2005
Foto: BZ/FG

18.12.2008, Österr. Bauernzeitung