ÖPUL-Bericht 2009
Im Jahr 2008 wurden für das ÖPUL 522,3 Mio. Euro an 118.887 Betriebe für 2,2 Mio. ha ausbezahlt
Im Jahr 2008 wurden für das ÖPUL 522,3 Mio. Euro an die Landwirte ausbezahlt. Es nahmen insgesamt 118.887 Betriebe (mit Prämienauszahlung) teil, das sind 72% aller landwirtschaftlichen Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche. Die durchschnittliche Förderung je Betrieb betrug 4.393 Euro. Die im ÖPUL erfassten Flächen (ohne Almflächen) machten rund 2,2 Mio. ha aus, das sind 94% der landwirtschaftlich genutzten Fläche. Mit dieser hohen Teilnahme am Umweltprogramm liegt Österreich im Spitzenfeld der EU-Staaten.Mit dem Agrar-Umweltprogramm, dem Österreichischen Programm zur Förderung einer umweltgerechten, extensiven und den natürlichen Lebensraum schützenden Landwirtschaft (ÖPUL), wird eine umweltschonende Bewirtschaftung der landwirtschaftlichen Flächen gefördert. Gegenüber einigen anderen EU-Ländern, die ihre Umweltprogramme nur in abgegrenzten, umweltsensiblen Gebieten anbieten, wurde für das ÖPUL ein integraler, horizontaler Ansatz gewählt, der eine weitgehend flächendeckende Teilnahme der österreichischen Landwirtschaft zum Ziel hat.
Das aktuelle angebotene Agrar-Umweltprogramm ÖPUL 2007 – das nunmehr 4. Agrar-Umweltprogramm - ist Teil des Programms für die Entwicklung des Ländlichen Raums LE 07-13. Neu ist eine finanzielle Begrenzung der 2. Säule (Agrar-Umweltprogramm und Bergbauernförderung) mit maximal 80% der Gesamtmittel in der LE.
ÖPUL 2007 besteht aus 29 Maßnahmen, die überwiegend in ganz Österreich angeboten werden.
Übergeordnete Ziele sind
Förderung der nachhaltigen Entwicklung des ländlichen Raums
Beitrag zur Befriedigung der steigenden gesellschaftlichen Nachfrage nach Umweltdienstleitungen
Ermutigung der Landwirte, im Dienste der gesamten Gesellschaft Produktionsverfahren einzuführen oder beizubehalten, die mit dem Schutz und der Verbesserung der Umwelt, des Landschaftsbildes und des ländlichen Lebensraumes, der natürlichen Ressourcen, der Böden und der genetischen Vielfalt vereinbar sind.
Detailziele sind
Förderung einer umweltfreundlichen Landwirtschaft (und Weidewirtschaft geringer Intensität)
Erhaltung traditioneller und besonders wertvoller landwirtschaftlich genutzter Kulturlandschaften
Erhaltung der Landschaft
Förderung der Einbeziehung der Umweltplanung in die landwirtschaftliche Praxis
Beitrag zur Verwirklichung der nationalen und gemeinschaftlichen Agrar- und Umweltpolitik durch Förderung von Vertragsnaturschutz, Gewässerschutz-, Bodenschutz- und Grundwasserschutzmaßnahmen sowie die Förderung der Biologischen Wirtschaftsweise
Sicherung einer angemessenen Abgeltung für die angebotenen Umweltdienstleistungen
AMA wickelt ÖPUL-Förderung ab
Mit der Förderungsabwicklung ist die Agrarmarkt Austria (AMA) betraut. Sie nimmt die Ansuchen über die Landwirtschaftskammern entgegen, entscheidet über die Gewährung der Prämien, kontrolliert die Einhaltung der Bestimmungen und legt bei Verstößen die einzelbetrieblichen Sanktionen fest.
Die Naturschutz- und Agrarbehörden der Länder sind bei Maßnahmen mit starkem Naturschutzbezug und bei Regionalprojekten eingebunden.
15.05.2009, Lebensministerium II/8

