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Foto: BMLFUW/AMA...

Marktorganisation Obst und Gemüse

Ende Jänner 2007 startete die Reformdiskussion der Obst- und Gemüsemarktordnung. Am 24. Jänner hat die Europäische Kommission einen Vorschlag für eine Verordnung des Rates vorgelegt.

Mit dem Reformvorschlag soll die Wettbewerbsfähigkeit der EU-Produktion im Sektor Obst und Gemüse am Binnenmarkt und auf internationalen Märkten verbessert werden, Schwankungen der Erzeugereinkommen durch Marktkrisen reduziert werden, der Obst- und Gemüsekonsum europaweit gesteigert werden und die Bemühungen des Sektors um die Erhaltung und den Schutz der Umwelt fortgesetzt werden. Weiters sollen die die Vorschriften soweit wie möglich vereinfacht und der Verwaltungsaufwand reduziert werden.
 
Der europäische Obst- und Gemüsesektor macht mit europaweit 1,4 Millionen Betrieben wertmäßig 17 Prozent der gesamten EU-Agrarproduktion aus. Die gegenwärtigen Herausforderungen im Agrarsektor machen weitere Reformen im Obst- und Gemüsesektor notwendig. Der Obst- und Gemüsesektor war in den letzten zehn Jahren einem enormen Druck durch die Konzentration im Handel insbesondere die Zunahme der Diskonter und starkem Wettbewerb durch Produkte aus Drittländern ausgesetzt.
 
Mit der  umfassenden Reform der Gemeinsamen Marktorganisation für Obst und Gemüse soll diese an die bereits reformierten Sektoren der Gemeinsamen Agrarpolitik angeglichen werden. Die neue GMO legt mehr Gewicht auf wirksame landwirtschaftliche Beihilfen und eine umweltverträgliche, marktorientierte Produktion.
 
Die Reform wurde im Jahr 2007 im Rat Landwirtschaft noch unter der deutschen Präsidentschaft angenommen. Im Herbst des selben Jahres erarbeitete die Kommission die erforderlichen Durchführungsverordnungen, die mit 1.1.2008 die Reform planmäßig in Kraft traten.

01.10.2008, Lebensministerium III/10